Corona und Schwangerschaft

von Privatpraxis Fischer & Kirschbaum

Liebe Patientinnen,

wir haben Ihnen einige Fragestellungen zu Corona im Zusammenhang mit einer Schwangerschaft zusammengestellt.

SARS-CoV-2: Was ich als Schwangere beachten sollte.

Die Datenlage ist derzeit noch nicht ausreichend, um alle Fragen zu COVID-19 in der Schwangerschaft sicher zu beantworten. Eine umfangreiche Informationsquelle finden Sie bspw. unter:

www.uniklinikum-jena.de/geburtsmedizin/Corona.html
www.zusammengegencorona.de

Drohen in meiner Schwangerschaft Komplikationen?

Laut des Robert Koch-Instituts gibt es bisher keinen Hinweis, dass Schwangere durch das Coronavirus besonders gefährdet sind. Allerdings ist das Risiko schwerer Covid-19-Verläufe bei erkrankten Schwangeren leicht erhöht.

Bei altersentsprechend niedriger Gesamt-Mortalität ist die Sterblichkeit von Schwangeren mit COVID-19 jedoch deutlich erhöht.

Schwere Verläufe treten eher bei Schwangeren mit Risikofaktoren auf wie Alter über 35 Jahre, erhöhtem BMI, erhöhter Bluthochdruck, vorbestehender Diabetes mellitus.

Die Häufigkeiten von Frühgeburten variiert je nach Studie. In Deutschland beträgt sie regulär etwa 8%.] Die Geburt wird öfter eingeleitet oder ein Kaiserschnitt gemacht, dies sollte allerdings nur geschehen, wenn die Schwangere durch eine Covid-Erkrankung Komplikationen erleidet.

Muss ich alleine entbinden?

Wenn Sie mit Covd-19 infiziert sind informieren sie ihre Geburtsklinik, diese treffen dann für die Kontrollen und die Geburt Vorkehrungen.

Normalerweise kann eine Begleitperson bei der Geburt dabei sein, ist diese jedoch auch mit Covid-19 infiziert oder steht sie unter Quarantäne, kann sie nicht bei der Geburt dabei sein.

Was kann ich tun um mich vor einer Coronainfektion zu schützen?

Reduzieren Sie ihre Kontakte. Halten sie zu Menschen, die nicht zu Ihrem Hausstand gehören entsprechend auf Abstand. Achten Sie darauf, dass Sie und ihre Kontaktpersonen außerhalb Ihres Hausstandes eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, wenn sie den Mindestabstand zueinander nicht einhalten können.

Vermeiden Sie Kontakt mit Personen mit Symptomen einer Erkältungskrankheit oder Fieber. Auch innerhalb ihrer Familie.

Waschen Sie sich regelmäßig und gründlich die Hände.

Wenn Sie Kinder in der Krippe, im Kindergarten oder der Notbetreuung haben, empfiehlt es sich – je nach Inzidenz – diese zu Hause zu lassen. In den Einrichtungen herrscht ein erhöhtes Infektionsgeschehen.

Impfung trotz Schwangerschaft?

In der kürzlich veröffentlichten 10. Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung nahm die STIKO ungeimpfte Schwangere (ab dem 2. Trimenon) und ungeimpfte Stillende explizit als zu impfende Zielgruppen auf.

Die Impfempfehlung der STIKO im Detail: Noch ungeimpfte Schwangere sollten ab dem 2. Trimenon je zwei Dosen eines der beiden zugelassenen mRNA-Impfstoffe (Comirnaty von BioNTech/Pfizer und Spikevax von Moderna) im Abstand von 3 – 6 bzw. 4 – 6 Wochen verabreicht werden. Wenn die Schwangerschaft nach bereits erfolgter Erstimpfung festgestellt wurde, sollte die Zweitimpfung erst ab dem 2. Trimenon durchgeführt werden.

Die STIKO empfiehlt ungeimpften Stillenden die Impfung mit zwei Dosen eines mRNA-Impfstoffs im Abstand von 3 – 6 (Comirnaty) bzw. 4 – 6 Wochen (Spikevax).

Darüber hinaus betont die STIKO, dass dringend allen Ungeimpften im gebärfähigen Alter die Impfung gegen COVID-19 angeboten werden sollte, damit bereits vor der Schwangerschaft ein optimaler Impfschutz besteht.

Soll ich mich impfen lassen wenn ich noch Kinderwunsch habe?

Frauen mit Kinderwunsch empfiehlt die STIKO und die Deutsche Gesellschaft für Perinatale Medizin (DGMP) eine Impfung ausdrücklich.

Bisher gibt es keine Hinweise darauf, dass die Impfstoffe die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Stattdessen kann eine Impfung die Infektionsgefahr während der Schwangerschaft und so auch die damit verbundenen Risiken für Mutter und Kind minimieren.

Bisher konnte auch nicht nachgewiesen werden, dass genbasierte mRNA-Impfstoffe das Erbgut verändern oder sich in das Genom des Fötus einbauen können. Das liegt unter anderem daran, dass mRNA nicht in den Zellkern gelangen kann, in der die menschliche DNA liegt. Zudem kann mRNA aufgrund der unterschiedlichen chemischen Struktur nicht in DNA integriert werden.

Eine Schwangerschaftsverhütung nach Impfung ist nicht erforderlich.

Corona und Schwangerschaft - Frauenarzt Augsburg Dr. Fischer & Kirschbaum

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